Heißluftfritteusen sind aus vielen Küchen kaum noch wegzudenken. Pommes, Gemüse, Fleisch, Brötchen oder kleine Snacks sind schnell zubereitet – und im Vergleich zum klassischen Frittieren wird meist deutlich weniger zusätzliches Fett benötigt. Ganz ohne Fett und Verschmutzungen funktioniert aber auch ein Airfryer nicht.
Nach der Benutzung bleiben Krümel, Speisereste und Fett auf dem Gitter und in der Schublade zurück. Fettspritzer können sich außerdem im Innenraum, an den oberen Rändern und mit der Zeit sogar rund um das Heizelement beziehungsweise die Heizspirale ablagern. Werden diese Rückstände immer wieder erhitzt, können sie zunehmend festbrennen und unangenehme Gerüche verursachen.
In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Korb, Gitter, Schublade, Innenraum, Heizbereich und Außengehäuse deiner Heißluftfritteuse reinigen kannst und was bei besonders hartnäckigem oder eingebranntem Fett hilft.
Inhalt
Warum eine Heißluftfritteuse überhaupt so fettig wird
Wie oft sollte man eine Heißluftfritteuse reinigen?
Vor dem Reinigen: Erst Stecker ziehen und Airfryer abkühlen lassen
Methode 1: Leicht verschmutzte Heißluftfritteuse reinigen
Methode 2: Stark verschmutzten Airfryer von Fett befreien
Gitter und Einsatz der Heißluftfritteuse reinigen
Schublade der Heißluftfritteuse reinigen
Eingebranntes Fett im Airfryer entfernen
Innenraum der Heißluftfritteuse reinigen
Heizspirale und Heizelement des Airfryers reinigen
Warum riecht oder raucht meine Heißluftfritteuse?
Außengehäuse und Display reinigen
Darf die Heißluftfritteuse in die Spülmaschine?
Was du beim Reinigen einer Heißluftfritteuse vermeiden solltest
Die beste Airfryer-Reinigung ist eine kleine Routine
Fazit: Heißluftfritteuse reinigen – regelmäßig statt aggressiv

Warum eine Heißluftfritteuse überhaupt so fettig wird
Eine Heißluftfritteuse arbeitet mit sehr heißer, schnell zirkulierender Luft. Auch wenn du selbst kaum oder gar kein Öl hinzugibst, enthalten viele Lebensmittel von Natur aus Fett. Hinzu kommen Marinaden, Käse, Saucen oder bereits vorfrittierte Lebensmittel.
Beim Garen können Fett und Flüssigkeit austreten. Ein Teil tropft durch das Gitter in die darunterliegende Schublade. Gleichzeitig werden feine Fetttröpfchen durch die Luftbewegung im Garraum verteilt.
Deshalb solltest du beim Reinigen nicht nur an den sichtbaren Korb denken.
Verschmutzungen können sich beispielsweise sammeln an:
- Gitter und Einsätzen
- Korb beziehungsweise Schublade
- Ecken und Ritzen
- Griff und Außenflächen der Schublade
- Innenwänden
- dem oberen Rand des Garraums
- dem Bereich rund um Heizspirale und Heizelement
Wird das Fett nach jeder Benutzung erneut stark erhitzt, kann aus einem zunächst leicht zu entfernenden Fettfilm mit der Zeit eine hartnäckige Verkrustung werden.
Genau deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu reinigen. Mein wichtigster Tipp beim Reinigen einer Heißluftfritteuse ist daher: Warte möglichst nicht, bis aus einem leichten Fettfilm eine dicke, eingebrannte Schicht geworden ist.
Wer sich nach der Benutzung eine kleine Reinigungsroutine angewöhnt, kann stärkere Verschmutzungen häufig vermeiden und muss später weniger schrubben.
Wie oft sollte man eine Heißluftfritteuse reinigen?
Schublade, Korb und Gitter würde ich nach jeder Benutzung reinigen beziehungsweise zumindest von Fett und Speiseresten befreien.
Beim Innenraum ist vor allem Regelmäßigkeit entscheidend. Ich empfehle, ihn nach jeder oder spätestens jeder zweiten Benutzung kurz feucht auszuwischen – natürlich erst, wenn das Gerät abgekühlt und vom Strom getrennt ist.
Das dauert nur wenige Augenblicke und hilft dabei, dass sich Fettspritzer nicht über Wochen immer wieder einbrennen.
Auch den oberen Garraum und den Bereich rund um das Heizelement solltest du regelmäßig kontrollieren. Gerade dort werden Fettspritzer häufig übersehen.

Vor dem Reinigen: Erst Stecker ziehen und Airfryer abkühlen lassen
Bevor du den Innenraum oder den Heizbereich deiner Heißluftfritteuse reinigst, gilt eine wichtige Sicherheitsregel:
Netzstecker ziehen und das Gerät vollständig abkühlen lassen.
Die elektrische Geräteeinheit darf selbstverständlich nicht in Wasser getaucht werden. Im Bereich von Heizelement, Lüfter und Elektronik solltest du außerdem nur mit wenig Feuchtigkeit arbeiten.
Da Aufbau, Beschichtungen und Pflegehinweise je nach Hersteller und Modell unterschiedlich sein können, solltest du zusätzlich immer einen Blick in die Bedienungsanleitung deiner Heißluftfritteuse werfen.
Sind einzelne Teile laut Hersteller spülmaschinengeeignet, kannst du sie grundsätzlich entsprechend reinigen. Ich persönlich bevorzuge bei beschichteten Körben und Einsätzen allerdings häufig die schonende Handreinigung.

Methode 1: Leicht verschmutzte Heißluftfritteuse reinigen
Ist deine Heißluftfritteuse lediglich leicht verschmutzt, brauchst du überhaupt keine große Reinigungsaktion.
Entferne zunächst lose Speisereste und Krümel. Gerade Pommesstückchen, Panade oder andere kleine Lebensmittelreste rutschen gerne durch das Gitter und sammeln sich darunter.
Anschließend füllst du die Schublade mit heißem Wasser und gibst einen Tropfen EASYSpüli oder ein anderes Spülmittel hinzu.
Das Gitter kannst du direkt wieder hineinlegen und alles einige Zeit einweichen lassen.
Das heiße Wasser hilft dabei, Fett und angetrocknete Speisereste anzulösen, während das EASYSpüli die Reinigung unterstützt.
Oft lässt sich ein Großteil der Verschmutzung anschließend bereits mit wenig Aufwand entfernen.

Methode 2: Stark verschmutzten Airfryer von Fett befreien
Hat sich in der Schublade bereits deutlich mehr Fett angesammelt, solltest du dieses nicht einfach mit großen Mengen Wasser in den Abfluss spülen.
Entferne grobe Fett- und Speisereste zunächst mit Küchenpapier oder einem anderen geeigneten Hilfsmittel und entsorge sie über den Restmüll. Große Mengen Fett gehören nicht in den Abfluss.
Anschließend füllst du auch diese Schublade mit heißem Wasser und einem Tropfen EASYSpüli und lässt die Verschmutzungen einweichen.
Dieser Schritt ist wichtiger, als er zunächst klingt. Durch das Einweichen lässt sich die Verschmutzung anschließend häufig leichter entfernen.
Statt eingebrannte Speisereste mit Gewalt abzukratzen, gibst du Wasser und Spülmittel zunächst die Möglichkeit, die Verschmutzungen anzulösen.

Gitter und Einsatz der Heißluftfritteuse reinigen
Nach dem Einweichen nimmst du das Gitter beziehungsweise den Einsatz aus der Schublade.
Leichte Verschmutzungen lassen sich häufig bereits mit Wasser und einem Tuch oder Schwamm entfernen.
Sitzen jedoch Fett, eingebrannte Speisereste oder dunkle Ablagerungen in den Zwischenräumen, kommt bei mir die MicroPASTE zusammen mit dem EASYKissen zum Einsatz.
Die MicroPASTE enthält unter anderem Marmormehl und Schlämmkreide und arbeitet mechanisch. Bei geeigneten Oberflächen kann sie deshalb zur Entfernung hartnäckiger Fett- und Schmutzablagerungen eingesetzt werden.
Mit dem EASYKissen kommst du außerdem gut in Rillen, Vertiefungen und Zwischenräume des Gitters.
Praktischer Tipp: Reinige das Gitter direkt über der Schublade. So kannst du das aufgefangene Wasser für den nächsten Reinigungsschritt weiterverwenden.
Bei beschichteten Einsätzen gilt allerdings immer: Prüfe vorher die Pflegehinweise des Herstellers und verwende abrasive Reinigungsmittel nur, wenn die jeweilige Oberfläche dafür geeignet ist. Beschichtungen unterscheiden sich je nach Gerät.

Schublade der Heißluftfritteuse reinigen
Ist das Gitter entfernt, geht es an die Schublade selbst.
Beginne auch hier zunächst mit dem eingeweichten Wasser. Häufig löst sich dadurch bereits erstaunlich viel Fett.
Bleiben hartnäckige Fettablagerungen oder eingebrannte Speisereste zurück, kannst du – sofern die Beschichtung laut Hersteller dafür geeignet ist – mit MicroPASTE und EASYKissen weiterarbeiten.
Gehe dabei gezielt vor. Du musst nicht die gesamte Schublade mit Paste bearbeiten, wenn nur einzelne Stellen stark verschmutzt sind.
Vergiss außerdem die Bereiche nicht, die beim schnellen Abspülen gerne übersehen werden:
- Außenseite der Schublade
- Griff
- Unterseite
- Kanten
- Ritzen und Übergänge
Anschließend spülst du sämtliche Rückstände gründlich mit klarem Wasser ab.
Danach kannst du die Schublade mit einem Tuch auswischen und vollständig trocknen.

Eingebranntes Fett im Airfryer entfernen
Gerade wenn eine Heißluftfritteuse längere Zeit nicht gründlich gereinigt wurde, kann sich Fett regelrecht einbrennen.
Hier lautet meine Empfehlung nicht stärker schrubben, sondern zunächst länger einweichen.
Heißes Wasser und ein Tropfen EASYSpüli sind deshalb immer der erste Schritt.
Erst wenn das nicht ausreicht, kommt die MicroPASTE punktuell an geeigneten Oberflächen zum Einsatz.
So arbeitest du dich von der schonendsten Methode langsam vor:
Heißes Wasser → EASYSpüli → einweichen → mechanisch reinigen → MicroPASTE nur bei Bedarf.
Bei regelmäßiger Reinigung lässt sich der Einsatz stärkerer Fett- oder Backofenreiniger bei vielen Verschmutzungen vermeiden.
Innenraum der Heißluftfritteuse reinigen
Der Innenraum wird meiner Erfahrung nach viel zu häufig vergessen.
Dabei setzen sich gerade hier feine Fettspritzer ab. Besonders am oberen Rand können mit der Zeit klebrige oder sogar eingebrannte Rückstände entstehen.
Deshalb mein Tipp: Den Innenraum nach jeder oder spätestens jeder zweiten Benutzung feucht auswischen.
Vorher muss der Airfryer vollständig abgekühlt und der Netzstecker gezogen sein.
Für die regelmäßige Reinigung reicht ein leicht feuchtes Tuch mit Wasser meistens aus.
Ein kurzer Wisch nach der Benutzung kann dir später eine aufwendigere Grundreinigung ersparen.

Heizspirale und Heizelement des Airfryers reinigen
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie reinigt man die Heizspirale einer Heißluftfritteuse?
Dieser Bereich benötigt besondere Vorsicht.
Zunächst gilt auch hier: Gerät vollständig abkühlen lassen und unbedingt den Netzstecker ziehen.
Je nach Konstruktion des Geräts kannst du die Heißluftfritteuse so positionieren, wie es der Hersteller für die Reinigung erlaubt, damit du den oberen Garraum besser erreichst.
Lose Verschmutzungen und leichte Fettspritzer entfernst du zunächst mit einem leicht feuchten Tuch. Das Tuch darf dabei nicht tropfnass sein – Wasser hat an elektrischen Bauteilen nichts verloren.
Für schwer erreichbare Stellen nutze ich gerne das Spül- & Küchentuch mit Kratzecke. Durch die Form lässt sich damit gezielt arbeiten.
Bei hartnäckigen Fettspuren im oberen Garraum solltest du dich ebenfalls an die Herstellerhinweise halten. Direkt am empfindlichen Heizelement selbst würde ich keine abrasiven Reinigungsmittel verwenden.
Anschließend das Tuch mehrfach umschlagen und sämtliche gelösten Rückstände sorgfältig aufnehmen. Danach noch einmal mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch nachwischen, sodass keine Reinigungsmittelreste zurückbleiben.
Vor der nächsten Benutzung muss der gesamte Bereich vollständig trocken sein.
Warum riecht oder raucht meine Heißluftfritteuse?
Wenn ein Airfryer plötzlich unangenehm nach altem oder verbranntem Fett riecht, lohnt sich ein genauer Blick in den oberen Garraum.
Häufig wurden Korb und Schublade regelmäßig gereinigt, während sich an schwer erreichbaren Stellen über längere Zeit Fettspritzer gesammelt haben.
Werden diese beim nächsten Garvorgang wieder erhitzt, können unangenehme Gerüche entstehen.
Auch Rauch kann unter anderem mit Fettrückständen zusammenhängen.
Deshalb nicht nur die Schublade reinigen, sondern regelmäßig auch Innenraum und oberen Garbereich kontrollieren.
Riecht die Heißluftfritteuse dagegen direkt nach einer Reinigung auffällig nach Reinigungsmittel, solltest du sie zunächst nicht weiter benutzen. Lass sie abkühlen, ziehe den Stecker und entferne mögliche Reinigungsmittelreste sorgfältig mit einem leicht feuchten Tuch.

Außengehäuse und Display reinigen
Zum Schluss fehlt noch das Außengehäuse.
Und hier wird es besonders einfach.
Für Fingerabdrücke, Staub und normale Verschmutzungen reicht ein feuchtes Multizwecktuch mit Wasser in der Regel aus.
Wische damit:
- Gehäuse
- Griffe
- Bedienelemente
- Display
- Seitenflächen
gründlich ab.
Anschließend kannst du mit dem Glas- & Fenstertuch trocken nachpolieren.
Gerade auf schwarzen Hochglanzflächen lassen sich Fingerabdrücke und Schlieren damit gut entfernen und die Heißluftfritteuse sieht wieder gepflegt aus.

Darf die Heißluftfritteuse in die Spülmaschine?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.
Bei vielen Airfryern dürfen einzelne herausnehmbare Teile wie Korb, Gitter oder Schublade laut Hersteller in die Spülmaschine. Bei anderen gelten Einschränkungen.
Deshalb gilt immer: Bedienungsanleitung beachten.
Die elektrische Geräteeinheit mit Heizung, Lüfter und Elektronik gehört selbstverständlich niemals in die Spülmaschine oder unter fließendes Wasser.
Auch wenn Korb und Gitter grundsätzlich spülmaschinengeeignet sind, bevorzuge ich persönlich häufig die Handreinigung. Besonders bei beschichteten Teilen ist es sinnvoll, die Pflegehinweise des Herstellers zu beachten.

Was du beim Reinigen einer Heißluftfritteuse vermeiden solltest
Gerade bei eingebranntem Fett ist die Versuchung groß, zu möglichst starken Mitteln zu greifen. Davon würde ich abraten.
Vermeide insbesondere aggressive Backofenreiniger, Metallkratzer, Stahlwolle oder ungeeignete harte Scheuerschwämme auf empfindlichen beziehungsweise beschichteten Oberflächen.
Auch große Mengen Wasser haben im Innenraum und rund um elektrische Bauteile nichts verloren.
Und ganz wichtig: Verschiedene Reinigungsmittel solltest du niemals wahllos miteinander vermischen.
Mit regelmäßigem Reinigen und dem passenden Vorgehen lässt sich vieles bereits mit einfachen Mitteln erledigen.
Die beste Airfryer-Reinigung ist eine kleine Routine
Genau wie bei vielen anderen Bereichen im Haushalt gilt auch bei der Heißluftfritteuse: Schmutz ist am einfachsten zu entfernen, solange er noch frisch ist.
Deshalb würde ich mir eine ganz einfache Routine angewöhnen: Nach dem Kochen grobe Speise- und Fettreste entfernen. Schublade und Gitter mit heißem Wasser und bei Bedarf einem Tropfen EASYSpüli reinigen. Den abgekühlten und vom Strom getrennten Innenraum regelmäßig feucht auswischen und dabei auch einen Blick nach oben werfen.
So bekommt Fett weniger Gelegenheit, sich über Wochen Schicht für Schicht einzubrennen.
Und aus einer aufwendigen Grundreinigung wird mit etwas Routine häufig eine Sache von wenigen Minuten.
Fazit: Heißluftfritteuse reinigen – regelmäßig statt aggressiv
Eine saubere Heißluftfritteuse braucht nicht automatisch eine ganze Sammlung verschiedener Spezialreiniger.
Bei leichter Verschmutzung reichen heißes Wasser, ein Tropfen EASYSpüli und die richtigen Tücher häufig aus. Eingetrocknete Rückstände werden zunächst eingeweicht, statt sie mit Gewalt abzukratzen. Erst bei wirklich hartnäckigem Fett oder Eingebranntem kommt die MicroPASTE gezielt auf dafür geeigneten Oberflächen zum Einsatz.
Besonders wichtig ist aber der Bereich, den viele vergessen: der Innenraum. Wenn du ihn nach jeder oder spätestens jeder zweiten Verwendung kurz feucht auswischst und regelmäßig auch den oberen Garraum kontrollierst, können sich starke Fettablagerungen häufig gar nicht erst so stark aufbauen.
Gewöhn dir diese kleine Routine an. So kannst du aufwendiges Schrubben und den Einsatz stärkerer Reiniger bei vielen Verschmutzungen vermeiden.
So wenig Reiniger wie nötig, so einfach wie möglich – so EASY geht’s.
Putzige Grüße,
deine Ute
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